Franz Zehendmaier, der Tüftler und Erfinder aus Rottach-Egern ist für seinen Tret- und Sitzroller mit Elektroantrieb mit dem Bundespreis für hervorragende innovatorische Leistungen für das Handwerk ausgezeichnet worden. Er ist damit einer von zwölf Unternehmern, die auf der diesjährigen Internationalen Handwerksmesse in München einen Preis erhalten haben.
Franz Zehendmaier von Radsport Zehendmaier in Rottach-Egern entwickelte seine eigene Erfindung weiter. Er stattete seinen als Sportgerät und zur Rehabilitation genutzten Tret- und Sitzroller zusätzlich mit einem Elektroantrieb aus. Der Tagesverbrauch von sauberer Energie liegt unter 30 Cent bis zu einer Entfernung von ca. 50 km. Noch günstiger fährt man mit dem Flaxenmotor was ohne weiteres möglich ist. Der Elektromotor ist mit Freilauf.
Menschen, die durch Krankheit oder Behinderung in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, haben es nicht leicht, ein geeignetes Fortbewegungsmittel zu finden. „Rollern statt Rollstuhl“ ist hier die Devise! Der Fahrer hat im Stand und bei Langsamfahrt direkten Bodenkontakt, ohne aus dem Sattel zu gehen. Nicht nur bei Privatpersonen, auch in Kliniken und Altenheimen hat sich der Roller sehr gut bewährt.
Das Fahrzeug überzeugt durch seine Handlichkeit, sein geringes Gewicht und die einfache Bauart. Das Baukastensystem erlaubt eine große Palette von Einsatzmöglichkeiten. Da der Roller keine schmierenden Stellen hat, kann er auch innerhalb von Gebäuden auf sämtlichen Böden eingesetzt werden.
Die Tragkraft von über 170 kg bei einem Eigengewicht von nur 9,5 kg (mit Elektroantrieb 25 kg) überzeugt jeden Benützer. Das Fahrzeug wird als Leichtmofa eingestuft, es kann ohne Führerschein und ohne Helm gefahren werden.
Bis zu zwölf Innovationen aus dem In- und Ausland werden jedes Jahr auf der Internationalen Handwerksmesse für ihre überdurchschnittliche Innovationswirkung und Nutzwirkung für Handwerk und Kunden ausgezeichnet. Der Preis besteht aus einer Urkunde und einer Goldmedaille.